Neuschwanstein

Hohenschwangau

Schloss Neuschwanstein

Unweit von Füssen im Allgäu steht inmitten einer idyllischen Berglandschaft eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands – das Schloss Neuschwanstein. Dieser wunderschöne Prachtbau, der einst für König Ludwig II. von Bayern errichtet worden ist, zieht jährlich weit über eine Million Menschen an.


Von außen erinnert Schloss Neuschwanstein am ehesten an eine prachtvolle, mittelalterliche Burg, die hoch über der umliegenden Landschaft des Allgäus thront. Die Innenräume des imposanten Bauwerks sind überwiegend riesige Säle, in denen man Kunstschätze und überreichlich Gold und Glitzer findet. Viele Wandmalereien und Gemälde thematisieren die Märchen- und Sagenwelt, die auch der bekannte Komponist Richard Wagner immer wieder in seinen Werken verarbeitete. König Ludwig II., nach dessen Ideen dieses traumhafte Schloss gebaut wurde, galt als Freund und großer Bewunderer von Wagner. Die prächtig gestalteten und eingerichteten Räumlichkeiten schaffen in Neuschwanstein ein königliches Ambiente sondergleichen und versetzen die Besucher aus aller Welt in respektvolles Staunen. Das Bauwerk ist dermaßen beeindruckend, dass es im Jahre 2007 sogar in der Endrunde bei der Wahl zu den neuen sieben Weltwundern war. Es steht täglich für Besichtigungen offen. Wer zufällig im September in oder um Füssen verweilt, kann im Sängersaal von Neuschwanstein einzigartige Konzerte mit nationalen und internationalen Künstlern der klassischen Musik erleben. Wer im Allgäu Urlaub macht, der muss das imposante Schloss Neuschwanstein unbedingt gesehen haben.


Die Geschichte von Neuschwanstein

Anstelle des heutigen Märchenschlosses befanden sich im Mittelalter zwei Burgen, die den Herren von Schwangau als Domizil dienten. Im Laufe der Jahrhunderte zerfielen diese Burgen zu Ruinen, die König Ludwig II. im 19. Jahrhundert entdeckte. Schließlich verbrachte er weite Teile seiner Kindheit und Jugend im benachbarten Schloss Hohenschwangau, das sein Vater Maximilian II. als Sommerresidenz für die königliche Familie erkoren hatte. Nachdem Ludwig II. 1864 König wurde, reifte in ihm die Idee heran, aus einer dieser Burgruinen ein Sinnbild einer märchenhaften Ritterburg entstehen zu lassen. Die Besichtigungen der Wartburg bei Eisenach und des Schlosses von Pierrefonds in Frankreich inspirierten ihn bei der Planung von Schloss Neuschwanstein. Er wollte sich fernab der Hauptstadt München, in der er als König die meiste Zeit verweilte, ein privates Refugium von einzigartiger Schönheit errichten, das seinen Idealvorstellungen eines romantischen, mittelalterlichen Domizils entsprach. Ab 1868 begannen die Arbeiten an Schloss Neuschwanstein. Ludwig II. beauftragte den Theatermaler Christian Jank die Entwürfe für das Schloss zu erstellen, die dann vom Architekten Eduard Riedel umgesetzt wurden. Immer wieder änderte Ludwig II. die Entwürfe ab, sodass sich die Fertigstellung des Schlosses lange hinauszögerte. Erst 1886 wurde Schloss Neuschwanstein fertiggestellt. Ab 1884 waren allerdings schon weite Teile des Bauwerks bewohnbar, sodass Ludwig ab diesem Jahr für insgesamt 172 Tage bis zu seinem Tod 1886 in dem Schloss lebte. Obwohl Ludwig II. sein Märchenschloss nie der Öffentlichkeit zugängig machen wollte, stand es bereits wenige Woche nach seinem Tod für Besucher offen. Heutzutage gilt Schloss Neuschwanstein überall auf der Welt als Sinnbild der Romantik. Es diente sogar den Disney Studios als Vorbild für ihr Dornröschenschloss.


Das Schloss und seine Räumlichkeiten

Von außen erinnert das Schloss an ein romantisches Ideal einer Ritterburg. Die bedeutendsten Gebäude auf der Hofebene sind der sogenannte Vierecksturm, der mit seiner Höhe von 45 Metern grandiose Aussichten auf das Voralpenland ermöglicht, und der Palas, ein fünfgeschossiger Bau, der das Wohn- und Hauptgebäude Neuschwansteins ist. In ihm befinden sich die wichtigsten Räume Neuschwansteins, die allesamt zu den bedeutsamsten des deutschen Historismus zählen. Die beeindruckendsten Räume des Schlosses sind der Thron- und der Sängersaal. Der Thronsaal erinnert mit seinen farbigen Arkadenstellungen an den Seiten und dem kunstvollen großen Mosaik auf dem Boden an die Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz. Ein riesiger Leuchter, der die byzantinische Krone darstellen soll, hängt von der Decke, überall glitzert es golden und kunstvolle Wandgemälde komplettieren die royale Atmosphäre im Thronsaal. Der Sängersaal ist der größte Raum des Schlosses und erinnert an den Sänger- und Festsaal der Wartburg. Auch hier findet man eine pompöse Einrichtung mit viel Gold und kostbaren Kunstschätzen. Wunderschöne Gemälde, welche die Sagen- und Märchenwelt thematisieren, schmücken die Wände. Auch die kleineren Räume des Schlosses sind kunstvoll gestaltet und luxuriös eingerichtet. Bemerkenswert ist, dass die Technik im Schloss ihrer Zeit voraus war. So gab es bereits Telefonleitungen, batteriebetriebene Klingelanlagen und Toiletten mit automatischer Spülung.

Schloss Neuschwanstein gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und ist ein Bauwerk von einzigartiger Schönheit, mit einer imposanten Innenausstattung. Bei einem Urlaub im Allgäu sollte man eine Besichtigung dieses Traumschlosses nicht verpassen. Karten dafür gibt es im Ticketcenter Hohenschwangau, das sich unterhalb des Schlosses befindet. Es bietet sich an, auch gleich das ebenfalls beeindruckende Schloss Hohenschwangau mit zu besichtigen. Wer dann noch mehr über König Ludwig II. und seine Schlösser erfahren möchte, bekommt im Museum der Bayerischen Könige Hintergrundinformationen auf moderne und unterhaltsame Weise vermittelt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.castle-neuschwanstein.com oder http://www.stadtfuessen.com/de/schloss-neuschwanstein.html

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