Neuschwanstein

Hohenschwangau

Schloss Hohenschwangau

Das Schloss Hohenschwangau steht direkt gegenüber dem noch berühmteren Schloss Neuschwanstein in Schwangau bei Füssen im Allgäu. In dem romantischen und gemütlichen Schloss, dessen Inneneinrichtung unverändert erhalten geblieben ist, verbrachte König Ludwig II. weite Teile seiner Kindheit und Jugend. Es kann, wie auch Schloss Neuschwanstein, täglich besichtigt werden.


Die Geschichte von Schloss Hohenschwangau

Das Schloss Hohenschwangau wurde erstmals im 12. Jahrhundert als „Burg Schwanstein“ in den Geschichtsbüchern erwähnt. Dort hatten damals die Edlen von Schwangau ihr Domizil. In den darauffolgenden Jahrhunderten fand die Burg immer wieder neue Besitzer, wurde mehrfach zerstört und wieder neu aufgebaut. Als die Burg schließlich erneut zu einer Ruine verkommen war, gelangte sie 1832 in den Besitz von Maximilian II.,  dem damaligen Kronprinzen und späteren König von Bayern. Dieser ließ sie in den folgenden Jahren von dem Architekturmaler Domenico Quaglio zu einem romantischen und gemütlichen Wohnschloss im Stil der Neugotik umbauen. Quaglio starb während der Arbeiten an dem Bau, sodass diese von dem Architekten Josef Daniel Ohlmüller fertiggestellt wurden. Die Künstler Moritz von Schwind und Ludwig Lindenschmit der Ältere waren für die Ausmalung der Räume verantwortlich.

Maximilian II. hatte Schloss Hohenschwangau als Sommerresidenz für seine Familie geplant. Tatsächlich aber verbrachte die königliche Familie hier noch viel mehr Zeit. Den überwiegenden Teil seiner Kindheit und Jugend lebte Ludwig II., der Sohn Maximilians, auf Schloss Hohenschwangau. Bei einem seiner zahlreichen Ausflüge in die umliegende Bergwelt entdeckte er die Burgen Vorder- und Hinterhohenschwangau, an deren Stelle er später Schloss Neuschwanstein bauen ließ. Als Ludwig II. im März 1864 König von Bayern wurde,zog es ihn zunächst mal in die Hauptstadt München. Währenddessen machte seine Mutter, Königin Marie, Schloss Hohenschwangau zu ihrem dauerhaften Wohnsitz, in dem sie bis zu Ihrem Tod im Jahre 1889 blieb. Ab 1884 bezog Ludwig II. das nahezu fertiggestellte Neuschwanstein, sodass Mutter und Sohn zwei Jahre lang, bis zum Tod Ludwigs 1886, in den benachbarten Schlössern wohnten.


Nachdem Königin Marie von Bayern verstorben war, wurde Schloss Hohenschwangau kaum genutzt. Ab 1941 lebte Adalbert von Bayern für eine Weile in dem Schloss, nachdem er in Folge des sogenannten „Prinzenerlass“ als wehrunwürdig aus der Armee ausgestoßen worden war.

Zuvor schon war Schloss Hohenschwangau in den Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds gelangt, der auch heute noch Eigentümer des Bauwerks ist. Heute ist Schloss Hohenschwangau vor allem eine geschichtsträchtige und schöne Sehenswürdigkeit, die hautnahe Einblicke in das Leben und Wohnen einer berühmten Königsfamilie gibt.

Die Räume im Schloss Hohenschwangau

Die Inneneinrichtung von Schloss Hohenschwangau stammt aus der Biedermeierzeit und ist nahezu unverändert erhalten geblieben. Die Räume sind prunkvoll eingerichtet und, wie auch in Schloss Neuschwanstein, schmücken viele kunstvolle Gemälde die Wände, deren Motive aus der Sagen- und Märchenwelt stammen. Der größte Raum ist der, auch als Heldensaal bezeichnete, Festsaal. In ihm hängen Gemälde von Moritz Schwind, welche die Wikina Sage darstellen. Sehr schön ist das im orientalischen Stil gestaltete Schlafzimmer von Königin Marie – das Orientzimmer. Geschmackvoll und edel eingerichtet und dekoriert ist auch das Hohenstaufenzimmer, das König Ludwig II. und seinem Vater als Ankleideraum diente. Außerdem musizierte Ludwig gerne in diesem Zimmer. Noch heute kann man hier das Klavier besichtigen, auf dem auch der Komponist Richard Wagner bei seinen Besuchen immer wieder gerne gespielt haben soll. Beeindruckend ist das Tassozimmer, in dem König Ludwig die Nächte verbrachte. In die Zimmerdecke wurde einen Sternenhimmel integriert, der aus dem Stock darüber beleuchtet wurde. Im Berchtazimmer, das Königin Marie als Schreibzimmer nutzte, erzählen kunstvolle Wandmalereien die Legende von der Geburt Karls des Großen.


Schloss Hohenschwangau kann, wie erwähnt, täglich besichtigt werden. Es sind nur geführte Besichtigungen möglich. Diese dauern rund 35 Minuten. Tickets dafür erhält man beim Ticketcenter Hohenschwangau, das in unmittelbarer Nähe steht. Es empfiehlt sich die beiden Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein gleich hintereinander zu besichtigen. Wer dann Hintergrundinformationen zu den Schlössern und der königliche Familien haben möchte, der wird in dem Museum der Bayerischen Könige, das ebenfalls in unmittelbarer Nähe steht, fündig. Auf moderne und unterhaltsame Art und Weise erfährt man in dem Museum mehr über die Entstehungsgeschichte der Schlösser und das Leben von König Ludwig II. und seiner Familie. Viele wertvolle Exponate aus den Märchenschlössern lassen sich hier besichtigen, es gibt einen begehbaren Stammbaum der einen die Mitglieder der Wittelbacher Dynastie vorstellt und ein beeindruckendes Panoramafenster ermöglicht unvergessliche Ausblicke auf die Schlösser und das Alpenvorland. Zum Museum gehören außerdem ein Café, das zur gemütlichen Einkehr einlädt und ein Souvenir-Shop der zahlreiche Artikel mit dem Konterfei Ludwigs und der Schlösser anbietet. Das Museum der Bayerischen Könige ist eine perfekte Ergänzung zur Besichtigung der Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter  http://www.stadtfuessen.com/de/schloss-hohenschwangau.html 

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